Bako Nationalpark

Platzhalterbild

Schlafen unter Nasenaffen

Der Bako Nationalpark befindet sich an der Küste des Chinesischen Meeres im Norden von Kuching, der Hauptstadt Sarawaks. Eine Fläche von ca. 30 km² können auf Trails (mehr oder weniger freien Wegen) erforscht werden. Durch seine vielfältige Natur und der Nähe zu Kuching zählt Bako nicht nur unter den Touristen zu den interessantesten Nationalparks. Da aber nur eine begrenzte Anzahl von Besuchern akzeptiert wird, ist man auf den Trails fast immer allein unterwegs.

Anmeldung und Reservierung

Um in den Bako Nationalpark zu gelangen, ist es ratsam, sich vorher in der dafür zuständigen Nationalparkbehörde anzumelden. Diese befindet sich in Kuching, in der Nähe des Sarawak-Museums. Hier entscheidet man sich, sofern man die Auswahl überhaupt noch hat, ob man in einem Chalet (bis 4 Personen) oder in einer eigenen kleinen Lodge nächtigen möchte. Die Herbergen werden bereits hier bezahlt! Seit 01.07.2002 sind die Preise für den Eintritt (Permit) gesunken. Für 10 RM bekamen wir unsere Permit und mussten für Foto- und Videoaufnahmen nichts bezahlen.

Anfahrt

Man kann den Bako Nationalpark ganz einfach aus Kuching erreichen. Im Touristencenter von Kuching lassen sich die Fahrzeiten und -pläne aller Busverbindungen in Erfahrung bringen. Auch die superfreundlichen Einheimischen helfen weiter. Der 30 km lange Anfahrtsweg wird mit Bus und Boot bewältigt. Insgesamt ist man 2:30 Stunden unterwegs (ohne großartige Wartezeiten).

Camp

Der Bako Nationalpark besitzt wie alle Parks ein Camp in dem man schlafen, essen oder sich entspannen kann. Sogar ein kleines Museum lockt die Besucher mit interessanten Fotos der heimischen Tier- und Pflanzenwelt.

Die Kantine verdient besondere Beachtung. Das Essen schmeckt. Allerdings bekommt man zum Frühstück, zum Mittag und zum Abendbrot Reis. Reis, Reis, Reis. Es werden drei Arten angeboten. Steamed Rice: gedünstet mit was drin oder auch als Form einer "Nur-Reis-Diät" (gegen Durchfall) Nasi Goreng: Reis mit viel Zeug, gebraten, fettig Rice Spicy: Reis scharf, so dass die Tränen kullern und du denkst, die Zunge brennt Abwechselung brachten nur Eigenkompositionen wie etwa Reis mit Kakao oder Reis mit Marmelade.

Reisetagebuchaufzeichnungen

1. Tag - 19:40 Uhr

Direkt vor unseren Hütten spielen Makaken im Wasser. Die erste NAcht verbringen wir in einem Vier-Bett Zimmer und die nächsten drei in einer Lodge. Gegen 15 Uhr brachen wir auf, um den "roten" Lintang Trail zu erkunden. Wir sahen zunächst "nur" große bizarre Spinnen und Eidechsen. Wir schwitzten sehr. Der Pfad war leicht hüglich und führte uns in einen Abschnitt mit Trockenwald. Hier sahen wir unzählige Kannenpflanzen. Als wir nach gut 2:30 Stunden Trekking schon nicht mehr damit rechneten, schrie und grunzte etwas keine 10 Meter vor uns links im Wald. Dann brachen Äste und wir sahen gleich am ersten Tag Nasenaffen, die Attraktion hier schlechthin. Sie kommen nur noch auf Borneo vor und hier nur noch in 6 Habitate. Hinter unserer Hütte liefen gerade ein paar Bartschweine durch. ... Einen schönen Sonnenuntergang sahen wir auch. Kingfisher, Einsiedlerkrebse sind hier in den Mangroven zu Hause.

3. Tag - 19:36 Uhr

Der Park ist wirklich Affen-geil! Wir haben alle drei hier vorkommenden Arten gesehen. Makaken, Silberfellaffen und Nasenaffen. Die Makaken sind jedoch schon fast lästig. Heute klaute uns einer frisches Obst von unserem Balkon, obwohl wir daneben Karten spielten. Gestern Abend haben wir in den Mangroven auf Nasenaffen gewartet und uns in abgestorbenen Bäumen versteckt. Einige Männchen begannen so gegen 18.30 Uhr mit ihren Brüllrufen. Supertonaufnahmen. ... Heute früh waren die Nasenaffen sogar im Camp. Das Borneo-Bartschwein läuft hier auch sehr dicht im Camp herum. Sie sind etwas größer als unsere Wildschweine. Gestern Abend stand auf einmal einer hinter uns. Ansonsten haben wir Monitorwarane gesehen.

4. Tag - 23:15 Uhr

Im Dunkeln auf Insektensuche zu gehen ist ein einzigartiges Erlebnis. Aber zunächst muss man sich überwinden, unter Begleitung der komischen Regenwaldgeräusche in den dunklen Wald zu gehen. Prompt fand ich im Taschenlampenlicht ein extragroßes Exemplar an Stabheuschrecke.